Verbindung zwischen Gesichtern, Psalmen und Glaubensgeschichten
29.06.2026 |
"Kopfsache"-Ausstellung kann in St. Peter und Paul in Sigmaringendorf besichtigt werden
Die Ausstellung macht deutlich, dass Glaube immer auch mit der eigenen Lebensgeschichte verbunden ist. Sie lädt dazu ein, hinter die Gesichter zu schauen und den Psalmen als zeitlosen Begleitern menschlicher Erfahrungen neu zu begegnen. Bis Ende Juli kann die Ausstellung noch während der regulären Öffnungszeiten der Pfarrkirche Sigmaringendorf besichtigt werden. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, sich Zeit zu nehmen, die Fotografien, Psalmworte und persönlichen Zeugnisse auf sich wirken zu lassen und dabei vielleicht auch der eigenen Geschichte und dem eigenen Glauben nachzusinnen.
Sigmaringendorf. Es wurde still in der Kirche St. Peter und Paul, als die ersten Klänge neu vertonter Psalmen den Kirchenraum erfüllten. Zwischen großformatigen Schwarz-Weiß-Porträts, persönlichen Glaubenszeugnissen und biblischen Texten kamen die Besucherinnen und Besucher miteinander ins Gespräch. Mit der Vernissage der Ausstellung „Kopfsache“ in der vergangenen Woche wurde ein bewegender Auftakt der Jubiläumsreihe zum fünfjährigen Bestehen der neugestalteten Pfarrkirche in Sigmaringendorf gefeiert.
Mehr als 50 Gemeindemitglieder hatten sich in den vergangenen zwei Jahren bereit erklärt, sich für das Projekt fotografieren zu lassen. Dabei ging es nicht um das perfekte Lächeln, sondern darum, echte Emotionen sichtbar zu machen – Freude, Trauer, Hoffnung, Zweifel oder Nachdenklichkeit. Die ausdrucksstarken Schwarz-Weiß-Porträts stammen von der Fotografin Julia Krause, die mit viel Einfühlungsvermögen und Leidenschaft Bilder geschaffen hat, die weit über klassische Porträtaufnahmen hinausgehen.
Zu jedem Bild gehört ein Psalmvers, den die Porträtierten selbst ausgewählt haben. Ergänzt werden die Fotografien durch persönliche Gedanken und Glaubenszeugnisse, die Einblicke in individuelle Lebensgeschichten und Gottesbeziehungen gewähren. So entstand eine Ausstellung, die nicht nur Gesichter zeigt, sondern von den Hoffnungen, Fragen und Erfahrungen der Menschen erzählt.
Die Idee dazu haben die ehrenamtlich Engagierten Gemeindemitglieder Anna und Dominique Halmer aus einer Kirche in Bordeaux mitgebracht und sie für die Gemeinde weiterentwickelt. „Gott schreibt Geschichte mit uns – und manchmal schreibt er seine Geschichte auch in unsere Gesichter. Dieser Gedanke stand am Anfang des Projekts und wurde während der Vernissage auf eindrucksvolle Weise erlebbar,“ erzählt Anna Halmer.
Für die musikalische Gestaltung des Abends sorgte Dominique Halmer, der ausgewählte Psalmtexte neu interpretiert und vertont hat. Zwischen Singer-Songwriter-Klängen am Klavier und sphärischen Synthesizer-Sounds entstand eine besondere Verbindung von Musik, Wort und Bild, die von den Gästen mit großer Aufmerksamkeit aufgenommen wurde.











