Feier vom Leiden und Sterben Christi
03.04.2026 |
Weihbischof Dr. Birkhofer predigt zu Karfreitag im Freiburger Münster
Freiburg. In seiner Predigt am Karfreitag (03.04.) im Freiburger Münster hat Weihbischof Dr. Peter Birkhofer die Todesstunde Jesu und deren Bedeutung in den Mittelpunkt gestellt.
„Jesu Todesschrei am Kreuz und seine Tränen waren nicht einfach sein Schreien, seine Tränen – es waren und sind unser Schreien und unsere Tränen“, sagte der Weihbischof. „Er wollte nicht einfach für sich erhört werden – er wollte für uns erhört werden.“ Jesu Erhörung sei die Erhörung, die den Menschen geschenkt worden sei, ergänzte Birkhofer. „Im Leid zerbrach die Liebe nicht“, bekräftigte er und verwies auf die Liebe als Gegenpol zum Tod: „Der Tod, der Feind des Menschen, der ihn berauben, ihm das Leben stehlen will, wird dort besiegt, wo der Mensch dem Raubzug des Todes mit der Gesinnung der vertrauensvollen Liebe entgegentritt.“
Am Karfreitag wird der Kreuzigung Jesu gedacht. „Gottes Wort wurde Mensch, um dem Menschen am Kreuz das zu gewähren, was er durch Werke und Leistungen nicht erbringen kann“, unterstrich Weihbischof Birkhofer. „Wer sich erlösen lässt, ist befreit von dem Zwang, sich selbst erlösen zu müssen.“
Leiden und Kreuzigung Jesus stehen am Karfreitag, dem Freitag vor Ostern, im Mittelpunkt der Liturgie. Die Passionsgeschichte wird in einem Wortgottesdienst verlesen. Die Kreuzverehrung erinnert in Stille und Besinnlichkeit an den Leidensweg Jesu. Musikalisch mitgestaltet wurde das Pontifikalamt durch das Vokalensemble der Freiburger Dommusik.
(kas)

